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Auf der Suche nach der Form

Was mich antreibt, ist die Spannung zwischen Idee und Material – zwischen dem, was sichtbar wird, und dem, was verborgen bleibt. Meine Arbeiten entstehen nicht aus einem festen Plan, sondern im Prozess des Beobachtens, Weglassens, Verdichtens. 
 
 Ich interessiere mich für das Unausgesprochene, das Flüchtige, das, was sich nur in der Form ausdrücken lässt. Jedes Werk ist ein stiller Versuch, dem Wesentlichen näherzukommen – nicht als Antwort, sondern als Einladung zum Innehalten, zum Dialog.


Ausstellungen aktuell

13 Juni. bis 5. Juli 2026

KÖRPER:formen
Skulpturen und Zeichnungen
von Fabian Schmidt-Rhen

Die Ausstellung zeigt aktuelle Skulpturen und Zeichnungen von Fabian Schmidt-Rhen. Im Zentrum stehen organische Formen, die aus dem Zusammenspiel von Material, Beobachtung und Intuition entstehen. Begleitend zur Ausstellung ist der simbabwische Bildhauer Rickson Zvobgo mit Arbeiten im Skulpturengarten der IMBA Galerie vertreten. 

Vernissage am Samstag, 13. Juni 2026, ab 16:00 Uhr

Ausstellung bis 5. Juli 2026
Meet &Greet 27. Juni ab 16:00 Uhr
Finissage 5. Juli ab 16:00 Uhr

IMBA Galerie
Bebelallee 7, 
22299 Hamburg-Winterhude. 
Öffnungszeiten: Di–So, 14–19 Uhr.  

4. Januar bis Sommer 2026

Spiel mit dem inneren Auge
Malerei und Skulptur

Ausstellung von Ulrike Taillebois und Fabian Schmidt-Rhen

Mein Spiel mit der Form

Die Werkstücke finde ich am Wegrand. Die Geste und Materialität, die das konkrete Holz oder der Stein mir entgegenhalten, fordern meine Phantasie heraus. Wenn die Arbeit beginnt, entstehen in meinem inneren Auge ständig neue Skulpturen. Ich muss mich für eine entscheiden, ihr treu bleiben. Und immer das Scheitern bejahen. Bildhauen ist ein Gespräch, das mich begeistert, beunruhigt, weckt: Flächen spannen, Linien verfolgen, Kante und Wölbung zusammenbringen. Abbrüche und Schrunden einbeziehen. Bis die Form zu sprechen beginnt, etwas über sich selbst sagt. Ausdruck wird Eindruck.

Ort: Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12
Dauer: 04. Januar 2026  bis Sommer 2026 (geöffnet Mo-Fr 16-21 Uhr)

Holz Skulptur
Fabian Schmidt-Rhen Zeichnung
Fabian Schmidt-Rhen

Über mich

Ich bin Bildhauer und freischaffender Künstler. Mein beruflicher Weg begann mit einer Ausbildung in Schauspiel und Sprachgestaltung – eine intensive Auseinandersetzung mit Körper, Stimme und innerer Haltung. Viele Jahre war ich als Theaterpädagoge, dann als Klassenlehrer an einer Förderschule tätig. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mein Verständnis vom Menschen geprägt – insbesondere seine Fähigkeit zur Entwicklung, zur Wandlung und zum schöpferischen Ausdruck.
 
 Die bildende Kunst war für mich dabei immer ein stiller Begleiter – nicht als Ausgleich, sondern als eigenständiger Lebensraum. Ob Stein, Holz, Zeichnung oder Malerei: Ich suche in der Form etwas Ursprüngliches, etwas, das über Worte hinausreicht. Seit 2025 widme ich mich der freien Kunst in Vollzeit.
Dabei verstehe ich das künstlerische Tun – ganz im Sinne Schillers – als freies Spiel: absichtslos, zweckfrei, und doch tief bedeutungsvoll. In dieser Haltung entsteht ein Raum, in dem ich dem Material zuhöre, dem Prozess vertraue – und in dem das Werk nicht gemacht, sondern gefunden wird. 


Fabian Schmidt-Rhen Stein-Skulptur

Offenes Atelier

Ich lade dich herzlich ein, einen Einblick in meine Werkstatt und meine aktuellen Arbeiten zu bekommen. Zwischen Skulpturen, Zeichnungen und Materialien entsteht ein Raum für Begegnung, Gespräch und stilles Schauen. Ob du neugierig bist, Fragen hast oder einfach schauen möchtest – ich freue mich auf deinen Besuch.

Volksdorfer Grenzweg 60a in Hamburg
(nach Vereinbarung)

Die großen Drei

Stein-Bildhauerei

Meine Steine finde ich beim Wandern, suche sie im Fluss oder im ehemaligen Steinbruch. Am liebsten arbeite ich gleich draußen in der Natur. Hell klingen die Hammerschläge durch den Wald. Der schräge Sonnenschein zeigt mir genau, wo ich den Meißel ansetzen soll. Ob Granit, Sandstein oder Marmor: Jeder Stein erzählt seine eigene Geschichte, in alt-ehrwürdiger Ruhe. Stein-Bildhauerei erzieht mich zur Langsamkeit und zur einfachen Form. Immer wieder kann ich zu ihm zurückkehren und das Gespräch fortsetzen – in dauernder Gewissheit und Dankbarkeit. 

Holz-Bildhauerei

Auch meine Hölzer finde ich am Wegrand – oder beim Holzhacken guckt mich plötzlich etwas an. Jeder Stamm trägt Spuren von Zeit, Wetter, Erde und Licht. Mit dem Handbeil taste ich mich an die innewohnende Gestalt heran. Holz duftet, atmet Wärme und Lebendigkeit. Seine Maserung, seine Schründe und Astlöcher sprechen eine eigene Sprache. Gerne lasse ich mich von ihr inspirieren auf der Suche nach meiner Form. Oft dauert es lange, bis ich sie beenden kann, bis sie selber sagt, dass sie so bleiben mag.

Skizzen und Zeichnungen

Skulpturen in Museen, Galerien oder auf Friedhöfen sind meine Modelle. Vor ihnen führe ich mein eigenes Aktstudium durch. Taste mich mit dem Stift und dem Skizzenblock an das Wunder der menschlichen Leibesgestalt heran. Zeichne tagelang, komme ins Spielen mit der Linie, bis ganz neue Bewegungen und Körperlandschaften entstehen. Anders entstehen meine malerischen Seelenlandschaften. Geleitet von meiner momentanen Stimmung wähle ich die Farbe, führe ich die Kreide über das leere Blatt – wie in einem Tagebuch. Was bleibt, sind Bilder – als Momentaufnahmen des Sehens, Fühlens und Fragens. 

Fabian Schmidt-Rhen Stein-Skulptur